Was diese Seite beweist, und was nicht

Der Tresor verschlüsselt Ihre Dateien auf Ihrem Gerät. Das ist eine Behauptung. Diese Seite zeigt Ihnen, wie Sie sie selbst überprüfen, ohne uns zu glauben und ohne Spezialwerkzeug. Sie brauchen nur die Entwicklertools, die in Ihrem Browser schon eingebaut sind.

Der wichtigste Satz zuerst

Alles auf dieser Seite beweist, was Ihr Browser heute in dieser Sitzung ausgeführt hat. Es beweist nicht, was unser Server Ihnen morgen schickt. Wer eine Web-Anwendung ausliefert, könnte einem einzelnen Nutzer jederzeit anderen Code schicken als allen anderen. Dagegen hilft keine Prüfung im Browser, sondern nur ein unabhängig veröffentlichter Prüfwert, gegen den viele Leute gleichzeitig vergleichen. Wir schreiben das hierhin und nicht ins Kleingedruckte, weil es die ehrliche Grenze dieses Verfahrens ist. Was wir dagegen tun können, steht im Abschnitt Das Logbuch.

Für diese Seite brauchen Sie kein Konto. Sie können alles hier nachprüfen, bevor Sie sich anmelden, und das ist Absicht. Wer wissen will, ob er uns seine Dateien anvertraut, soll das vorher herausfinden können und nicht erst danach.

Im Tresor selbst gibt es dafür noch eine zweite Ansicht, den Maschinenraum. Der läuft nur angemeldet und zeigt Ihnen Schritt für Schritt mit, was gerade mit einer konkreten Datei passiert. Das ist die Frage nach Ihrer Datei. Hier geht es um die Frage nach dem Code: läuft in Ihrem Browser überhaupt das, was wir beschreiben. Zwei verschiedene Fragen, deshalb zwei getrennte Ansichten.

Ihre Sitzung, gerade eben

Die folgenden Angaben sind nicht eingetippt. Sie werden ausgelesen, während Sie diese Seite ansehen. Die Dateinamen enthalten einen Prüfwert des Inhalts und ändern sich bei jeder Änderung am Code.

Wird ausgelesen…

Den Prüfwert rechnet Ihr Browser selbst aus, mit derselben eingebauten Funktion, die auch der Tresor benutzt. Wir liefern ihn nicht mit. Vergleichen Sie ihn mit dem, was andere Leute sehen. Stimmen die Werte überein, bekommen alle dieselbe Datei.

Vorher einmal frisch laden

Ihr Browser speichert diese Dateien lange zwischen. Wenn Sie den Tresor schon länger benutzen, rechnet Ihr Browser den Prüfwert womöglich über eine ältere Fassung aus, die noch bei Ihnen liegt. Dann weicht Ihr Wert von dem eines neuen Besuchers ab, ohne dass irgendetwas faul wäre. Drücken Sie einmal Strg+Shift+R, bevor Sie Prüfwerte mit jemandem vergleichen. Das holt alles frisch vom Server.

Das Logbuch, und warum eine Kopie davon nicht reicht

Ganz oben steht der unangenehmste Satz dieser Seite: gegen Code, der gezielt nur an Sie ausgeliefert wird, hilft keine Prüfung in Ihrem eigenen Browser. Dieser Abschnitt ist der Versuch, wenigstens einen Teil davon einzuholen.

Bei jeder Veröffentlichung schreiben wir die Prüfwerte der beiden Dateien in ein Logbuch. Das liegt offen unter /pruefwerte.json . Jeder Eintrag trägt zusätzlich ein Kettenglied: einen Prüfwert über den Vorgänger und sich selbst. Wer einen alten Eintrag nachträglich umschreibt, zerreißt damit alle folgenden. Ihr Browser rechnet diese Kette gerade nach.

Warum hier kein grüner Haken steht

Diese Datei liegt auf demselben Server wie der Code, den sie bestätigen soll. Wer Ihnen gezielt ein anderes Bundle schickt, kann Ihnen genauso gut ein dazu passendes Logbuch schicken, samt heiler Kette. Deshalb gilt hier eine Asymmetrie, und wir halten uns daran: Wenn Ihr Prüfwert fehlt, ist das ein echtes Warnzeichen. Wenn er drinsteht, ist das nur eine Tatsache und kein Freispruch. Der Freispruch kommt erst aus der Archivkopie weiter unten.

Logbuch wird geprüft…

Der Schritt, der wirklich zählt

Vergleichen Sie das Logbuch mit einer Kopie, die wir nicht bearbeiten können. Zu jedem Eintrag, der es ins Internet Archive geschafft hat, liegt dort eine eigene Fassung mit Zeitstempel. In der Tabelle oben führt die Spalte Archiv direkt dorthin. Wenn wir einen alten Eintrag stillschweigend ändern würden, stünde die alte Fassung weiterhin dort. Wo in der Spalte keine Kopie steht, gibt es diesen Vergleich nicht. Warum, steht weiter unten.

Was Sie dort sehen, ist der komplette Stand des Logbuchs zum Zeitpunkt der Kopie. Der Prüfwert, den Ihr Browser oben ausgerechnet hat, muss darin auftauchen. Tut er das, hat jemand ausserhalb unserer Reichweite festgehalten, dass dieser Wert spätestens zum Zeitstempel der Kopie in unserem Logbuch stand. Mehr sagt ein Schnappschuss nicht aus, und weniger auch nicht.

Der Zeitstempel in diesen Links steht in unserem Logbuch, also könnten wir ihn theoretisch auf einen anderen Schnappschuss zeigen lassen. Wenn Sie das ausschliessen wollen, nehmen Sie den Zeitstempel aus der Adresse heraus und ersetzen Sie ihn durch eine 2. Dann sucht das Archiv selbst den neuesten Stand zu dieser Adresse. Direkt nach einer Veröffentlichung landen Sie damit kurzzeitig auf der Speicherseite des Archivs, weil dessen Index ein paar Minuten hinterherhinkt. Der festgenagelte Link funktioniert dann schon.

Jeder Eintrag bekommt eine eigene Adresse, weil das Archiv sonst dedupliziert und bei zwei Veröffentlichungen kurz hintereinander nur die erste ablegt. Die Adressen unterscheiden sich nur im angehängten Zeitstempel und liefern alle dieselbe Datei. Neueste archivierte Fassung

Diesen Vergleich müssen Sie selbst anklicken, wir holen ihn absichtlich nicht automatisch. Würde diese Seite das Archiv im Hintergrund abfragen, müsste in unserer Sicherheitsregel eine vierte Adresse stehen. Dann wäre der Satz in Abschnitt 2 nicht mehr wahr, dass Ihr Browser mit genau drei Adressen spricht. Ein Beweis, der einen anderen Beweis kaputt macht, ist keiner.

1. Der Worker, in voller Länge

Das ist der schnellste Beweis, und deshalb steht er zuerst. Die eigentliche Verschlüsselung läuft in einem eigenen kleinen Programm, einem Worker. Diese Datei ist so klein, dass Sie sie ganz lesen können, auch ohne Programmierkenntnisse. Sie steht unten vollständig da, geholt von derselben Adresse, von der Ihr Browser sie holt.

Zwei Dinge sind daran wichtig. Erstens: in dieser Datei steht keine einzige Anweisung, die etwas ins Netz schicken könnte. Zweitens: in dieser Datei steht nichts über Passwörter. Der Worker bekommt einen fertigen Schlüssel gereicht und weiß nicht, woher der kommt.

2. Wohin Ihr Browser überhaupt spricht

  1. F12 drücken, Reiter Netzwerk öffnen.
  2. Seite mit Strg+R neu laden, damit alles mitgeschnitten wird.
  3. Die Spalte Domain einblenden. Rechtsklick auf die Spaltenüberschrift, dann Domain anhaken.
  4. Nach Domain sortieren und die Liste ansehen.

Sie werden genau drei Adressen finden: tresor.datenputzer.de, datenputzer.de für die Anmeldung und nbg1.your-objectstorage.com für den Speicher selbst. Eine vierte gibt es nicht. Kein Google, kein Analysedienst, kein Werbepixel, kein Schriftarten-Anbieter.

Auf dieser Seite hier sehen Sie zusätzlich eine Anfrage nach /pruefwerte.json und je eine nach den beiden Dateien aus dem Abschnitt darüber. Die holt diese Seite selbst, um Ihnen die Prüfwerte auszurechnen. Sie gehen an unsere eigene Adresse und kommen auf den anderen Seiten des Tresors nicht vor.

Das müssen Sie nicht als Versprechen nehmen. Unser Server schickt bei jedem Aufruf eine Sicherheitsregel mit, die dem Browser verbietet, mit anderen Adressen zu sprechen. Sie heißt Content-Security-Policy. Sie sehen sie im Netzwerk-Reiter, wenn Sie die erste Anfrage anklicken und unter Antwortheader nachsehen. Wenn wir es uns morgen anders überlegen und einen Fremdanbieter einbauen, müssten wir diese Regel öffnen, und das ist von außen sichtbar.

Der Speicher-Anbieter sieht dabei verschlüsselte Blöcke und wie groß sie sind. Er sieht keine Dateinamen und keine Inhalte. Was er trotzdem erfährt, steht offen in der Dokumentation unter Metadaten.

3. Läuft wirklich diese Datei?

Eine Datei zu lesen, die irgendwo herumliegt, beweist noch nichts. Die Frage ist, ob genau diese Datei ausgeführt wird. Dafür gibt es zwei kurze Wege.

Weg A: die Konsole fragen

Entwicklertools öffnen, Reiter Konsole, folgende Zeile einfügen und Enter drücken. Sie listet auf, welche Skripte diese Seite tatsächlich geladen hat.

In die Konsole einfügen
[...document.scripts].map(s => s.src).filter(Boolean)

Manche Browser verlangen beim ersten Mal, dass Sie erlauben eintippen, bevor Einfügen in die Konsole freigeschaltet wird. Das ist ein Schutz vor Betrugsmaschen und völlig in Ordnung.

Weg B: den Worker im Baum sehen

Reiter Quellen öffnen, dann links in der Leiste den Bereich Threads aufklappen. Solange der Tresor entsperrt ist und Sie eine Datei hoch- oder herunterladen, taucht dort ein zweiter Eintrag neben dem Hauptfenster auf. Das ist der Krypto-Worker. Klicken Sie ihn an, dann sehen Sie genau die Datei, die er ausführt, und können den Namen mit dem aus Abschnitt 1 vergleichen.

4. Haltepunkt setzen und in den Klartext sehen

Das ist der Beweis, der wirklich zählt, denn er zeigt Ihnen die Daten in dem Moment, in dem sie verschlüsselt werden. Wir liefern seit dem 27.08.2026 absichtlich Sourcemaps mit. Das sind Übersetzungshilfen, mit denen Ihr Browser den zusammengestauchten Code wieder in den ursprünglichen, lesbaren Quelltext zurückverwandelt, samt unserer Kommentare. Viele Anbieter lassen die weg. Im Frontend liegt kein Geheimnis, also gibt es keinen Grund dafür.

  1. Entwicklertools öffnen, Reiter Quellen.
  2. Strg+Shift+F drücken. Das ist die Suche über alle geladenen Dateien.
  3. Einen der Begriffe aus der Tabelle unten eingeben.
  4. Auf den Treffer klicken. Sie landen im lesbaren Original, nicht im gestauchten Code.
  5. Links auf die Zeilennummer klicken, um dort anzuhalten. Dann im Tresor eine Datei hochladen.
  6. Der Browser hält an. Fahren Sie mit der Maus über die Variablen, dann sehen Sie die echten Werte.
SuchbegriffWo das hinführtTreffer
It never receives a password.
Kommentar in cryptoWorker.js
Steht nur im Quelltext, weil der Minifier Kommentare wegwirft.
noch nicht gezählt
There is deliberately NO password-to-master-key derivation
Kommentar in crypto.js
Zwei Treffer sind hier richtig, einer je Bundle. Beide binden dieselbe crypto.js ein. Genau das ist der Beweis, dass der Worker keine zweite, andere Krypto benutzt.
noch nicht gezählt
6e5
die echte Iterationszahl im ausgelieferten Code
Der Minifier kuerzt sechshunderttausend auf diese Kurzschreibweise ein. Suchen Sie nicht nach der ausgeschriebenen Zahl: die finden Sie zwar auch, aber nur als Code-Zitat auf der Doku-Seite und nicht als Code, der laeuft.
noch nicht gezählt

Suchen Sie am besten aus der Anwendung heraus und nicht von dieser Seite aus. Die Suchbegriffe stehen hier ja als Text auf dem Bildschirm, und die Suche der Entwicklertools durchsucht auch die Seite, die Sie gerade ansehen. Im ausgelieferten Programmcode haben wir sie absichtlich zerlegt hinterlegt, damit sie Ihre Suche nicht verfälschen.

Wir schreiben die Trefferzahlen nicht fest hin, sondern zählen sie auf Knopfdruck in dem Code, den Sie gerade geladen haben. Eine festgetippte Zahl wäre spätestens nach dem nächsten Update falsch. Das Nachzählen lädt die Übersetzungshilfen herunter, das sind ein paar Megabyte, deshalb passiert es erst, wenn Sie es wollen.

Wenn Sie nur gestauchten Code sehen

Dann liegt vermutlich eine ältere Fassung in Ihrem Browser-Zwischenspeicher, aus der Zeit vor den Sourcemaps. Drücken Sie einmal Strg+Shift+R. Das lädt alles frisch, und danach ist der lesbare Quelltext da.

5. Nachsehen, welche Zeilen wirklich liefen

Es reicht nicht, dass guter Code da ist. Er muss auch ausgeführt werden. Dafür haben die Entwicklertools ein Werkzeug namens Coverage, auf Deutsch Abdeckung.

  1. Entwicklertools öffnen, Strg+Shift+P drücken, Coverage eintippen und den Eintrag zum Anzeigen wählen.
  2. Auf Aufzeichnen drücken, dann im Tresor eine Datei hochladen.
  3. Auf das Bundle doppelklicken. Ausgeführte Zeilen sind grün markiert, nie ausgeführte rot.

So sehen Sie zum Beispiel, dass die Verschlüsselungsfunktion beim Hochladen tatsächlich durchlaufen wird und nicht nur dekorativ herumsteht.

6. Der Gegenbeweis: Code ändern und zusehen

Das ist der strengste Test auf dieser Seite. Alle bisherigen Schritte zeigen Ihnen Code. Dieser hier zeigt Ihnen, dass es derselbe Code ist, der läuft. Denn wenn Sie ihn kaputt machen und die Anwendung daraufhin kaputt geht, dann war es der echte.

  1. Reiter Quellen, links den Bereich Überschreibungen öffnen und einen Ordner auf Ihrer Festplatte dafür auswählen.
  2. Den Krypto-Worker aus Abschnitt 1 im Baum suchen und im Kontextmenü das Überschreiben einschalten.
  3. Irgendetwas darin verändern. Zum Beispiel "AES-GCM" in "AES-XXX" ändern, dann speichern.
  4. Seite neu laden und eine Datei hochladen.

Der Upload muss jetzt scheitern. Tut er das, haben Sie bewiesen: die Datei, die Sie gelesen haben, ist die Datei, die Ihre Dateien verschlüsselt. Nicht eine Kopie, nicht eine Beruhigungsfassung für neugierige Nutzer.

Danach die Überschreibung wieder abschalten, sonst bleibt sie in Ihrem Browser aktiv und der Tresor funktioniert weiter nicht. Diese Änderung passiert nur bei Ihnen und erreicht unseren Server nie.

Grenzen, ohne Schönfärberei

  • Es gilt für diese Sitzung. Alles hier prüft den Code, den Sie gerade geladen haben. Ein Anbieter könnte einem einzelnen Nutzer gezielt anderen Code schicken. Dagegen hilft nur, Prüfwerte öffentlich zu vergleichen. Deshalb steht der Prüfwert oben zum Kopieren.
  • Das Logbuch steht auf unserem eigenen Server. Es gibt eine fortlaufende Liste der Prüfwerte, und ihre Einträge sind untereinander verkettet. Gegen jemanden, der Ihnen gezielt ein anderes Bundle schickt, hilft trotzdem erst der Vergleich mit der Archivkopie, weil nur die außerhalb unserer Reichweite liegt.
  • Ihr Browser und Ihr Betriebssystem bleiben außen vor. Wer Ihren Rechner kontrolliert, sieht Ihre Dateien, bevor sie überhaupt verschlüsselt werden. Keine Verschlüsselung der Welt ändert daran etwas.
  • Erweiterungen können mitlesen. Eine Browser-Erweiterung mit Vollzugriff auf die Seite kann alles sehen, was Sie sehen. Für einen ernsthaften Test nehmen Sie ein frisches Profil ohne Erweiterungen.
  • Das hier prüft den Client. Was auf dem Server läuft, können Sie von außen nicht nachsehen. Der ganze Aufbau ist genau deshalb so gebaut, dass es egal ist: der Server bekommt nie Ihren Schlüssel. Ob das stimmt, prüfen Sie an dem, was Ihr Browser rausschickt, und das steht in Abschnitt 2 und 4.

Finden Sie etwas, das nicht zu dieser Beschreibung passt, schreiben Sie uns: support@datenputzer.de. Ein Widerspruch zwischen dieser Seite und dem echten Code ist ein Fehler, den wir wissen wollen.


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